Ideenschmiede Middlesbrough liefert

Frei Schwimmer besuchen Fanclubtreffen in Nordosten Englands

10.-13. April 2026

Großartige Ideen beginnen in Middlesbrough. Das Marketing der Großstadt im Nordosten Englands mit 140.000 Einwohnern wirbt mit der selbstbewussten Äußerung für den vollzogenen Strukturwandel. Weg von Kohle, Eisen und Stahl – hin zu einer pulsierenden Wirtschaftsmetropole, die auf Dienstleistungen und Hafenhandel setzt.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden einige Erfolge erzielt, um die schmerzhaften Wunden zu schließen, die durch Margaret Thatchers rigorose Reformen seit Beginn der 1980er-Jahre gerissen wurden.

Der wirtschaftliche Rückgang und der nötige Wandel haben dem Stolz der Menschen auf ihre Stadt allerdings nicht schaden können. Die Einwohner von Middlesbrough, die „Smoggies“ genannt werden, lieben ihre Stadt, ihre Heimat und ihren FC, einen der traditionsreichen Fußballvereine Englands. Mit erhobenem Haupt sind sie sich der Schwierigkeiten bewusst, wie etwa einer überdurchschnittlichen Arbeitslosenquote, Leerständen in Geschäften und ungenutzten Industrieflächen. Sie setzen jedoch auf Neuerungen aller Art, durch innovative Herangehensweisen, Ansiedlungen von Unternehmen und neue Produktionsinitiativen die Zukunft zu formen. Wer fällt, muss wieder aufstehen.

Eine Erzählung, die mit der Dortmunds vergleichbar ist. Auch in Westfalen wird es bevorzugt, tatkräftig zuzupacken und mit Einfallsreichtum Lösungen für Schwierigkeiten zu entwickeln. In Dortmund ist die Lebenseinstellung ebenfalls die, lieber in die Hände zu spucken, als zu lamentieren. In Dortmund ist der Menschenschlag ebenfalls rau, aber herzlich. Auch in Dortmund geht über die Liebe zur ruhmreichen Borussia vom Borsigplatz nicht viel.

Wahrscheinlich ist das die Erklärung, dass sich ähnelnde Mentalitäten und identische Prägungen wunderbar vereinbaren ließen im vor über zehn Jahren gegründeten Fanclub Boro-BVB mit Mitgliedern aus beiden Städten. Wieder einmal also ein Geistesblitz, born in M´brough?

Die Gruppe Frei Schwimmer, die sich per Flieger ein Wochenende zum Fanclubtreffen zwischen Boro-BVB und BVB na hÈireann aus Dublin aufmachte, würde dem uneingeschränkt zustimmen.

Einmal jährlich versammeln sich die Schwarzgelben aus England und Irland, um miteinander Fußball zu kicken, Spiele zu besuchen, Stadien zu erkunden und an einem Abend eine Wohltätigkeitsveranstaltung abzuhalten. Durch außergewöhnliche Aktionen wie Verlosungen, Versteigerungen oder Bart-Rasier-Wetten (hallo Michel!) kamen zahlreiche pound auf einem Spendenkonto zusammen, um Kliniken oder Kindergärten zu unterstützen. Auch die Frei Schwimmer erwiesen sich als großzügig und überwiesen einen angemessenen Obolus.

Das Treffen bot jedoch nicht nur die Gelegenheit, das Riverside Stadion in Middlesbrough zu besichtigen und die Zweitligapartie des heimischen FC gegen Portsmouth sowie das 1-Liga-Spiel Sunderland gegen Tottenham zu besuchen. In den Clubs und Pubs ließen sich bei Karaoke und einem Bierchen die Freundschaft feiern, Freude entwickeln über 1A-gezapfte, 568 ml fassende Pints (hallo Sandra) und sich intensiv austauschen. Über Flüge, die aufgrund von Wetterbedingungen oder Streiks ausgefallen sind. Über die Folgen des Brexits. Über individuelle Lebenssituationen. Über Träume und Wünsche.

Schnell entwickelte sich das Iron Pig – so der Name der bevorzugt aufgesuchten Gaststätte – zum Mittelpunkt und zur Wiege für neue Pläne. So findet nächstes Jahr das Fanclubtreffen in Dortmund statt. Wieder einmal ein Nachweis für die Genialität der Ideenschmiede Middlesbrough.