Endstation Bergamo

BVB scheidet aus der Champions League völlig verdient aus

25. Februar 2026

Aus. Raus. Ohne Applaus: Der BVB beendete die Champions League mit einer denkwürdigen 1:4-Niederlage in Bergamo. Ärgerlich. Völlig unnötig, aber völlig verdient.

Unter den Augen einer kleinen Frei Schwimmer-Gruppe, die teilweise bereits am Montag in der Lombardei aufschlug oder sich mit dem Bus der Fanabteilung auf die Reise über die Alpen machte, verspielten die Schwarzgelben ihren im Hinspiel herausgekämpften 2:0-Vorsprung.

Mutlos. Saftlos. Überspielt – der BVB war wieder einmal – wie so oft auswärts in der Saison – gar nicht auf dem Platz. Schon stand es nach einer Reihe individueller Fehler zur Halbzeit 0:2 aus Borussen-Sicht. Der Coach reagierte einmal wieder viel zu spät und wechselte erst in der 60. Minute. Mit dem frischen Personal wurde es besser. Hoffnung keimte auf, das Ding nach dem 0:3 und dem Anschlusstreffer durch Adeyemi eventuell noch zu drehen. Aber dann folgte eine kuriose Schlußszene mit Keeper Kobel und Bensebaini in den Hauptrollen. Dazu gesellte sich ein Schiri, der nach einem Zusammenprall erst richtig, dann nach VAR-Intervention auf den Punkt zeigte. Warum nur? Wer wie der Bergamo-Stürmer den Kopf auf einen Meter Höhe nimmt und zum Ball geht, der darf sich nicht wundern, wenn es kracht.

Was bleibt? Die Einsicht, nicht mehr zu wissen, wofür es Strafstoß gibt und wofür nicht. Der Beleg, dass der BVB in dieser Saison spielerisch einfach nicht gut genug ist. Der Beweis, dass der Trainer Schwierigkeiten hat mit taktischen Umstellungen (Warum immer 3-5-1-1?) und Variationen. Das Fazit, dass die Kaderplanung gelinde gesagt Optimierungsbedarf besitzt.

Die allergrößte Enttäuschung lieferten hingegen die Behörden und Vertreter der Exekutive aus Italien und Deutschland. Was zum Beispiel die Bundespolizei im Vorfeld der Partie den Fans zugemutet hat, ist mit totaler Willkürlichkeit gut zu beschreiben. Es gibt Gesetze in diesem Land. Grundrechte. Es wäre schön, wenn die Ordnungshüter sich daran orientieren würden und endlich auf den Pfad der Deeskalation zurückkehren. Immer weiter Fangruppen zu drangsalieren und per Sippenhaft zu diskreditieren, geht in die absolut falsche Richtung. Uns Frei Schwimmer erfüllt die derzeit an den Tag gelegte Aggressivität der Polizei mit großer Sorge. Diese Nadelstiche sind wie die BVB-Niederlage in Bergamo: absolut überflüssig.